ARBEITSGEMEINSCHAFT JUGENDZAHNPFLEGE IM LANDKREIS LUDWIGSBURG |
Presseinformation: „Wir über uns“
Die Arbeitsgemeinschaft Jugendzahnpflege im Landkreis Ludwigsburg wurde am 1.Juli 1986 als eine der Ersten in Baden-Württemberg ins Leben gerufen. Gegründet wurde sie vom Kreis-Gesundheitsamt, der Kreiszahnärzteschaft und den gesetzlichen Krankenkassen, die sich zusammen zum Ziel gesetzt haben, die Zahngesundheit im Landkreis Ludwigsburg zu fördern und nachhaltig zu verbessern. Die Geschäftsstelle der AG wurde im Kreis-Gesundheitsamt eingerichtet, von dort werden die einzelnen Maßnahmen seitdem koordiniert und organisiert.
Bei der Arbeitsgemeinschaft in Ludwigsburg sind fünf Prophylaxefachfrauen angestellt, die regelmäßig die rund 330 Kindergärten und 150 Schulen im Landkreis betreuen. Dabei bieten sie altersgerechten Unterricht in Zahngesundheit an, üben mit den Kindern die richtigen Zahnputztechniken und beraten ErzieherInnen, LehrerInnen und Eltern in Sachen Mundhygiene und zahngesunde Ernährung. Vervollständigt wird das Team durch eine zahnmedizinische Assistentin und die Jugendzahnärztin aus dem Kreis-Gesundheitsamt.
Das Engagement der Kreiszahnärzteschaft spiegelt sich in der großen Anzahl der Patenzahnärzte wider: Momentan arbeiten 68 Zahnärzte und Zahnärztinnen in der Arbeitsgemeinschaft mit, so viele wie in keinem anderen Landkreis. Durch diese hohe Beteiligung wird eine nahezu flächendeckende zahnärztliche Untersuchung der Kinder im Kindergarten ermöglicht. Es sollen dadurch vor allem rechtzeitig Zahnschäden erkannt werden und die Kleinen spielerisch und in vertrauter Umgebung an die zahnärztliche Untersuchung gewöhnt werden. Ein weiteres Ziel ist es, Daten zu erfassen um Handlungsbedarf, bei sogenannten Kariesrisiko-Kindern, rechtzeitig festzustellen.
Dies alles wäre nicht möglich, ohne die Finanzierung durch die ortsansässigen gesetzlichen Krankenkassen.
Der Erfolg der 18jährigen Tätigkeit lässt sich sehen:
80% der im Schuljahr 2003/2004 untersuchten Grundschüler im Landkreis Ludwigsburg haben naturgesunde bleibende Zähne, 75% der Kindergartenkinder naturgesunde Milchzähne.
Dass diese Werte so hoch sind, ist sicherlich auch der flächendeckenden Umsetzung der Gruppenprophylaxe und der guten Zusammenarbeit mit den Einrichtungen zu zuschreiben. So werden zum Beispiel in einem Drittel der Kindergärten die Zähne regelmäßig geputzt, die Hälfte der Förderschulen putzt einmal wöchentlich in der Unterstufe mit einem Fluorid-Gel und in einigen Grundschulen gibt es Zahnputzwochen.
Nach dem Motto „was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr“ werden wir in Zukunft noch mehr bemüht sein im Kindergarten- und Kleinkindalter die vorbeugenden Maßnahmen auszubauen. Denn nur so kann die Lebensqualität, die nicht unerheblich von der Mundgesundheit abhängt, in der Zukunft gewahrt werden und die Kosten der Beitragszahler von Morgen eingedämmt werden.