Zungenschmuck kann Risse in den Zahnschmelz schlagen
Längst sind nicht alle Risiken des Piercings für die Gesundheit bekannt. So hat jetzt eine US-amerikanische Zahnärztin darauf aufmerksam gemacht, dass Schmuckstücke in der Zunge als Folge ständiger Zungenbewegungen an die Zähne zu schmerzhaften Mikrofrakturen im Zahnschmelz führen können. Ein Problem beim Piercing der Zunge sind aber auch dadurch bedingte Infektionen. Durch Mikrofrakturen, also feine Risse im Zahnschmelz, können Kälte, Hitze oder auch Nahrungsbestandteile den Zahnnerv reizen. Der Zahn selbst sei bei der Inspektion unauffällig; meist seien die Prämolaren betroffen. Mikrofrakturen können auch durch thermische Belastungen oder etwa durch einen Schlag auf den Kiefer zustande kommen. Neben Zahnschäden kann Piercing auch zu Infektionen der Zunge führen. Teilweise sind die Patienten dann zwei bis drei Wochen außer Gefecht gesetzt und müssen in die Klinik. Diese Gefahr wird durch den Trend verstärkt, die Schmuckstücke immer tiefer im Rachen an der Zunge anzubringen.