Ausgezeichnete Zahngesundheitsförderung
Die Zahngesundheitsförderung von Kindern und Jugendlichen mittels Gruppenprophylaxe stand bei der Verleihung des Qualitätsförderpreises Gesundheit Baden-Württemberg 2003 hoch im Kurs: Zwei Projekte der Zahngesundheitsvorsorge aus dem Rems-Murr-Kreis und dem Landkreis Tuttlingen haben den diesjährigen Wettbewerb gewonnen und jeweils 6000 Euro Preisgeld erhalten. Einen Anerkennungspreis gab es zusätzlich für die Arbeit der Landesarbeitsgemeinschaft Zahngesundheit Baden-Württemberg e.V. (LAGZ) in der Gruppenprophylaxe.
Die Preisverleihung am 9. Oktober 2003 im Haus der Wirtschaft in Stuttgart gestaltete sich sowohl für das Publikum als auch für die sechs Teilnehmer, die die Endrunde erreicht hatten, äußerst spannend, denn bis zum Schluss wusste keiner der Beteiligten, wer das Rennen gemacht hatte. Vor der Preisverleihung tauschten sich bei der Veranstaltung Experten aus den Bereichen Gesundheitsforschung, -wirtschaft und –praxis über aktuelle Entwicklungen im Qualitätsmanagemanagement im Gesundheitswesen aus.
Anspruchsvolle Preiskriterien
Das Sozialministerium Baden-Württemberg und die im Gesundheitsforum Baden-Württemberg beteiligten Institutionen hatten nach der erstmaligen Ausschreibung 2002 auch für das Jahr 2003 einen Qualitätsförderpreis Gesundheit (QFP) ausgelobt. Projekte, die sich an der Ausschreibung beteiligen wollten, mussten folgende Kriterien erfüllen:
Die Projekte sollten einen unmittelbaren Bezug zu Baden-Württemberg haben, einen innovativen Charakter haben, d.h. neue Ansätze der Qualitätsverbesserung aufzeigen, die noch nicht allgemein etabliert sind. Zusätzlich sollten die Projekte einen messbaren Beitrag zur Qualitätsverbesserung leisten (möglichst belegt durch einen Vorher/Nachher-Vergleich), sowohl einen Praxis- als auch einen konkreten Patientenbezug haben sowie mehr Nutzen als Aufwand vorweisen. Und sie sollten auf andere Einrichtungen übertragen werden können.
Ziel des Qualitätsförderpreises ist es, den Qualitätswettbewerb im Gesundheitswesen nachhaltig zu fördern und besonders gelungene Projekte zu würdigen. Am Preisgeld von insgesamt 15.000 Euro kann es nicht liegen, dass die diesjährige Ausschreibung von den Initiatoren der Qualitätsprojekte derart positiv aufgenommen wurde. Der Imagegewinn durch die Bekanntmachung der Projekte bzw. durch eine eventuelle Würdigung scheint die eigentliche Motivationsquelle für eine Bewerbung zu sein. Und so wurden diesmal 49 Projekte eingereicht, aus denen die Jury sechs Favoriten ausgewählt hatte, die für den Qualitätsförderpreis in Frage kamen.
Im Rahmen der Veranstaltung bekamen die sechs Favoriten die Gelegenheit, Werbung in eigener Sache zu machen und ihre Projekte kurz vorzustellen. Danach leitete der Sozialminister Dr. Friedhelm Repnik die Preisverleihung ein: „Es ist erneut gelungen, neue Ansätze im medizinischen Qualitätsmanagement aufzuzeigen. Damit ist eine zentrale Erwartung an den Förderpreis in Erfüllung gegangen.“ Keiner der sechs Favoriten ging anschließend leer aus: Alle Projekte wurden für herausragende Leistungen mit Preisen unterschiedlicher Kategorien ausgezeichnet.
Sechs Favoriten – sechs Gewinner
Einen Anerkennungspreis sowie ein Preisgeld von 1000 Euro erhielten folgende Projekte:
- „Integratives ambulantes Kurzzeitbehandlungsprogramm (IAK) – medizinische Behandlung, ambulante Entgiftung, Motivationsförderung und Verhaltensmodifikation“ der psychosozialen Beratungs- und ambulanten Behandlungsstelle Bietigheim.
- „Stationsanalysen als Instrument zur Optimierung der Pflegequalität und der Arbeitsabläufe“ des Krankenhauses Bad Cannstatt.
- „Zentrale Auswertung aller Notarzteinsätze in Baden-Württemberg als Grundlage für ein kontinuierliches Qualitätsmanagement“ der Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutscher Notärzte e.V.
Das Projekt „Zahngesundheitsförderung in der Gruppenprophylaxe bei 3- bis 12-jährigen Kindern in Baden-Württemberg“, mit dem sich die LAGZ beworben hatte und das durch den Vorsitzenden der LAGZ sowie Präsidenten der Landeszahnärztekammer Dr. Udo Lenke vorgestellt wurde, erhielt ebenfalls einen Anerkennungspreis. Folgende Kriterien wurden besonders gelobt: Die Unterstützung der regionalen Arbeitsgemeinschaften bei der Zielformulierung der Zahngesundheit, die Erarbeitung von Leitfäden für örtliche Kooperationsvereinbarungen der regionalen Arbeitsgemeinschaften sowie der Erfahrungsaustausch insbesondere mit den regionalen Arbeitsgemeinschaften und dem Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg.